FREI WILL ICH! Engagement von MigrantInnen in der Kommune


Der erste Thematische Block: Engagement in Vereinen

08.02.2020 Workshop zu Projektmanagement: Erfolgreiche Planung und Durchführung von Projekten

Am 08.02.2020 fand der zweite Workshop der „Frei Will Ich!“ Workshopreihe im Antidiskriminierungsbüro in Leipzig statt. Nachdem sich am vergangenen Samstag alle Teilnehmenden kennengelernt hatten und Grundinformationen über Engagementmöglichkeiten und über das Projekt „Frei Will Ich!“ erhalten hatten, ging es in diesem Workshop um Projektmanagement. Wie beim letzten Workshop wurden auch diesmal wieder VertreterInnen von Vereinen eingeladen, um ihren Verein und Möglichkeiten des Ehrenamts vorzustellen. Diesmal durften wir Helena Teufel von der Dresdner59 begrüßen.

Die sehr erfahrene Trainerin Nora-Elise Beck fasst in kurzer Zeit die wichtigsten Aspekte von Projektmanagement zusammen. Gemeinsam konnte die Gruppe erarbeiten, was für eine erfolgreiche Planung und Durchführung von Projekten notwendig ist. Dabei wurden Fragen beantwortet wie: Was ist ein Projekt? Was ist Projektmanagement? Wie sieht ein Projektmanagement-Zyklus aus? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen braucht man, um ein Projekt erfolgreich umzusetzen? Bei der letzten Frage wurde deutlich, dass die nötigen Kompetenzen endlos sind und niemals von einer Einzelperson erfüllt werden können. Stattdessen ist es umso wichtiger, ein gutes Projektteam aufzubauen, in dem sich die Mitglieder mit ihren Fähigkeiten ergänzen.

Um das Thema Projektmanagement greifbarer zu machen, sollten die Teilnehmenden selbst aktiv werden und in Gruppen ein Abendessen mit Freunden organisieren. Das spannende an dieser Aufgabe war, dass jede Gruppe zwar dieselbe Aufgabe hatte, jedoch mit dem Abendessen unterschiedliche Ziele verfolgte und unterschiedliche Ausgangsituationen hatte. Während eine Gruppe mit dem Abendessen das Ziel verfolgte, neue Freunde kennenzulernen, wollte eine andere Gruppe damit einen Streit zwischen zwei Freunden schlichten. Eine dritte Gruppe wiederum organisierte ein Abendessen mit dem Ziel, sich endlich wieder satt zu essen und den eigenen Kühlschrank mit den mitgebrachten Speiseresten zu füllen. Alle Gruppen wurden dabei sehr kreativ und kamen auf erstaunliche Ideen für die theoretische Umsetzung dieser Miniprojekte.

Im Anschluss wurde anhand des Projektes „Frei Will Ich!“ erklärt, was zu einem Projektantrag gehört. Das an einem konkreten Projekt zu erklären, war sehr hilfreich. So konnte den Teilnehmenden vermittelt werden, welche Rolle sie selbst in diesem Projekt spielen und dass sie einen wichtigen Teil zu dessen Erfolg beitragen.

Eine Teilnehmerin sagte: „Die von der DOZ organisierten Workshops waren für meine Arbeit im Verein sehr nützlich, und ich habe mir auch Kenntnisse angeeignet, die auf mein persönliches Leben anwendbar sind, insbesondere im Bereich des Projektmanagements. Die Gruppendynamik schuf ein gutes Umfeld für die Interaktion mit den anderen Teilnehmenden. Die Informationen wurden auf einfache und verständliche Weise vermittelt. Es war auch nützlich, sich über die Arbeit der eingeladenen Vereine zu informieren, um die gemeinsame Zusammenarbeit zu fördern.“

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