Syrisch-kurdischer Student in Leipzig angeschossen


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Pressemitteilung

Leipzig, Samstag, 12.04.2015

 

Betreff: Syrisch-kurdischer Student in Leipzig angeschossen

Wir, die Union kurdischer Studierender in Syrien und Deutschland (UKSSD), verurteilen den feigen Überfall auf unseren Freund und Genossen. Im Leipziger Stadtteil Reudnitz wurde am Samstag zwischen 22.30 Uhr und 23.00 Uhr ein syrisch-kurdischer Sprachschüler (20) mit einer unbekannten Waffe angeschossen.

Der Student befand sich alleine auf dem Weg nach Hause, als er auf der Höhe der Dresdner Straße auf drei bis vier unbekannte Männer traf, die sich auf deutsch unterhielten. Aus einer Entfernung von zwei Metern zog einer der Männer ohne erkennbaren Anlass einen Gegenstand aus seiner Jackentasche und feuerte einen Schuss ab, der das Opfer traf. Dieses kann weder Waffe, noch Geräusch eindeutig identifizieren und gibt an, kurz danach das Bewusstsein verloren zu haben. Zu Bewusstsein kam er wieder am Torgauer Platz, jedoch ohne Erinnerung wie er dahin gekommen ist. Kurz daraufhin wurde er auf die Intensivstation gebracht. Laut der letzten ärztlichen Einschätzung befände sich eine kleine Kugel in der rechten Seite seines Halses, lebensbedrohliche Verletzungen beständen nicht. Ob die Tat einen rassistischen Hintergrund hat ist zum bisherigen Zeitpunkt unklar, wird aber nicht ausgeschlossen. Wir als UKSSD fordern daher die ermittelnden Behörden dazu auf dieses womögliche Tatmotiv sorgfältig zu prüfen.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen sowie unserem Freund solidarisch zur Seite zu stehen, veranstalten wir am Dienstag eine Kundgebung auf dem Markt (Zentrum). Alle Menschen, die sich solidarisch mit geflüchteten Menschen zeigen und ihre Stimmen gegen Rassismus erheben wollen, sei diese Kundgebung ans Herz gelegt. Zudem bitten wir mögliche Zeug_innen, sich schnellstmöglich bei der Polizei zu melden.

 

Wenn Sie fragen haben, wenden Sie sich an: [email protected]

Telefon: 0151 19613870

 

UKSSD e.V.

Leipzig, 12.04.2015

Pressemitteilung

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